Die Position ist auf der nachfokgenden Karte mit einem roten Stern markiert:
- IR = Infanterieraum
- O = Beobachter
- B = Batterie
- MR = Munitionsraum
Dieses Frühjahr konnte ich vor Ort verifizieren, dass meine Interpretation korrekt ist. Hier ein Schnappschuss des Munitionsraums von C1:
10cm Kanone 04:
Der Zeitpunkt März war für meine diesjährige Untersuchung der Batterie besser gewählt als August wie im letzten Jahr. Im Frühjahr gibt es kaum Vegetation, und man entdeckt Strukturen eher als im Sommer, wenn alles überwuchert ist.
Die wesentlichen Überreste der Batterie liegen genau unter der Baumgruppe in der Bildmitte. Das dortige Dickicht war im Sommer so dicht, dass ich den Bereich gar nicht erkunden konnte. Dieses Jahr im März war das erfreulicherweise anders: Ohne Laub war die dort liegende Geschützstellung sofort erkennbar.
Was man hier sieht, ist nicht einmal mehr die Hälfte der ursprünglichen Batterie.
(2) sind die Abgänge in die unterirdischen Räume und Gänge,
Leider ist selbst dieser Rest heute teilweise übererdet. Ich habe versucht, den aktuellen Zustand im Plan darzustellen:
- Südwestlicher Treppenabgang der linken Geschützstellung, größtenteils verschüttet, aber erkennbar
- Erd- und Müllanhäufung in der linken Geschützstellung
- Nordöstlicher Treppenabgang der linken Geschützstellung, teilweise durch Müll verlegt
- Südöstlicher Treppenabgang der linken Geschützstellung, freiliegend; Treppe überdeckt
- Einbringungsöffnung für das Geschütz
- Verschütteter Licht- und Ventilationsschacht, Gang vermutlich ebenfalls verschüttet
- Verschütteter Licht- und Ventilationsschacht, Gang ebenfalls verschüttet
- Nordwestlicher Treppenabgang der rechten Geschützstellung, zur Hälfte verfüllt
- Südwestlicher Treppenabgang der rechten Geschützstellung, zur Hälfte verfüllt.
Der südwestliche Treppenabgang der linken Geschützstellung. Es würde massiven Aufwand erfordern, die Öffnung so weit freizulegen, dass sie begehbar wäre.
Die beiden Treppenabgänge auf der Ostseite der Geschützstellung. Der linke (nordöstliche) ist halb mit Müll verlegt, aber prinzipiell begehbar. Der rechte (südöstliche) liegt zwar frei, allerdings ist die Treppe mit Erde überdeckt und rutschig, wodurch von einem Abstieg ohne Hilfsmittel abzuraten ist:
Die Geschütz-Einbringöffnung habe ich von außen fotografiert:
Die beiden Licht- und Ventilationsschächte sind an der Oberfläche nicht mehr auffindbar. Sie wurden zugeschüttet, um das Areal landwirtschaftlich nutzbar machen zu können (Weinanbau).
Vor 110 Jahren hätte man an dieser Stelle direkt in eine Geschützmündung geblickt:
Der nordwestliche Treppenabgang ist gut zur Hälfte verschüttet, aber prinzipiell begehbar. Nachfolgend der Abgang von außen, dann ein Blick ins Innere:
Der südwestliche Treppenabgang ist ebenfalls zur Hälfte verfüllt, aber begehbar. Das nächste Foto zeigt ihn von außen, das übernächste von innen. Men erkennt, dass der Gang dort, wo der Lichtschacht ist, verschüttet ist.
Wie muss man sich den Ursprungszustand der Batterie nun vorstellen? Ich habe versucht, das in einem CAD-Plan darzustellen, wobei ich zugeben muss, dass er teilweise spekulativ ist. So habe ich z.B. keinerlei Informationen über den unterirdischen Teil, der sich westlich an die linke Geschützstellung anschließt, also habe ich einfach den östlichen Teil der Anlage (der bekannt ist, obgleich verschwunden) gespiegelt:
- Geschützstellungen
- Batterieeingänge. Am linken Eingang dürfte die Schmalspurbahn des Munitionsraums von Batterie C1 geendet haben
- Licht- und Ventilationsschächte. Es ist davon auszugehen, dass die unterirdischen Galerien an all diesen Stellen verschüttet sind
Zum Schluss noch ein besonderer Aspekt der Batterie: In ihrem heutigen Zustand macht die noch vorhandene Geschützstellung den Eindruck, als hätte es sich um eine offene Stellung gehandelt. Prinzipiell war das auch so. Sie war nicht kaverniert, sehr wohl aber gedeckt. Wie muss man sich das vorstellen? Das Dach einer solchen Geschützstellung war eine einfache Konstruktion aus Eisenbahnschienen und Holzbohlen, die mit Dachpappe abgedichtet und mit Erde überdeckt war. Zur Tarnung wurde die Oberfläche mit Gras und Buschwerk bepflanzt. Diese Dachkonstruktion bot allerdings nur Schutz gegen Splitter, nicht aber gegen direkten Beschuss.
Auch bei der Batteriegruppe B und C1 findet man Hinweise auf solche Eindachungen. So sind beiderseits der Geschützeinbringöffnung von Batterie B Eisenbahnschienen vertikal in den Beton eingelassen:
Auf einem eigentlich misslungenen Foto dieser Stellung erkennt man am rechten Bildrand (roter Pfeil) eine rechteckige Öffnung im Beton, wo ein schräger Stützbalken für das Dach eingelassen war:
Ein noch interessanteres Detail hat aber Batterie C1 zu bieten, obwohl die Geschützstellungen dort zugeschüttet wurden:
Auch hier ist die vertikal eingelassene Eisenbahnschiene erkennbar. Viel interessanter sind aber die Holzbohlen links daneben, bei denen ich davon ausgehe, dass es Original-Bohlen sind, die 1916 zur Eindachung verwendet worden waren. Mit Kreosot imprägniertes Eichenholz (wie es z.B. bei Bahnschwellen üblich war) ist enorm widerstandsfähig. Die Balken verdecken den Treppenabgang an dieser Stelle und wurden vermutlich so angebracht, um beim Auffüllen der Stellung zu verhindern, dass der Abgang ebenfalls verfüllt wird.

























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen