Dienstag, 29. Dezember 2020

Der Munitionsraum II bei Großmehring

Nördlich von Großmehring befinden sich in einem Wäldchen die Reste des ehemaligen Munitionsraums 2. Das obligatorische Reliefbild deutet bereits an, dass nicht mehr besonders viel zu sehen ist:


Um die Überreste interpretieren zu können, bräuchte ich einen verlässlichen Plan; mir liegt allerdings leider nur ein generischer Plan eines typischen Ingolstädter Munitionsraums vor:


Vor Ort lässt sich dieser Plan nicht verifizieren, dafür ist das Maß der Zerstörung wirklich zu groß.
Zunächst ein paar Ansichten auf der gesprengten Betondecke:





Von den Wänden finden sich nur noch wenige Reste. Hier eine verputzte Mauerecke:




Eine Übergangsstelle zwischen Ziegelmauerwerk und Betondecke:


Das nachfolgende treppenförmige Betonelement lässt sich mit dem generischen Plan nicht erklären:


Die folgenden Befunde legen den Verdacht nahe, dass einige Überreste des M-Raums als Baumaterial neue Verwendung fanden. Als erstes ein Trümmerstück der Stampfbetondecke, mit dessen Zerkleinerung jemand begonnen hat; man erkennt deutlich den ehemals eingearbeiteten Granitsplit:



An der Südseite hat offenbar jemand in größerem Stil den Sand der Bettung abgebaut:


Fazit: Auch der M-Raum 2 ist als Ruine noch begehbar; wirklich lohnend ist das allerdings nicht.